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Eine Totalsanierung muss nicht heissen, dass es nachher aussieht wie in irgendweiner Wohnung. Es geht darum zu bewahren, was vor dem Umbau speziell gefällt, weil es schön, stilvoll, vernünftig ist. Um dies wirklich zu erreichen, muss vor und während der Planung empathisch zugehört und hingesehen werden. Vom Bestehenden etwas ins Neue zu integrieren, hilft oft das geschätzte Ambiente zu bewahren. Alte Bauteile wie Schrank, Türen oder eine Decke sind dazu ebenso geeignet wie charakteristische Formen. Das äussere Erscheinungsbild eines Gebäudes darf nicht ausser Acht gelassen werden, es geht darum, die Anforderungen an zeitgemässes Wohnen und das Wesen eines Hauses miteinander in Einklang zu bringen.

Grundlegende Sanierungen von Häusern haben immer auch eine bessere Energiebilanz zum Ziel. Bauphysikalische Zusammenhänge sind vor allem bei Altbauten äusserst komplex. Die Eigenschaften der Baumaterialien im Spannungsfeld von Diffusion, Isolation und Speicherfähigkeit oder die Auswirkungen der Heizart auf die Bildung von Kondensat und Thermik, aber auch Raumfeuchtigkeit durch Pflanzen und Bewohner und deren Einfluss in Abhängigkeit von Materialeigenschaften und Bauweise gilt es zu beachten. Selber habe ich schon erlebt, dass alte Häuser durch zu starkes Abdichten in ihrer Bausubstanz Schaden genommen haben. Fachleute sind sich nicht einig und lehren Gegenteiliges. Tatsache ist, Materialien haben ihre Eigenschaften und diese wirken sich aus. Diese naturgegebenen Eigenschaften zu berücksichtigen und zu nutzen, ist sinnvoller als dagegen zu arbeiten. Im Weiteren hat jede Massnahme ihre Kosten und irgendwann stehen diese nicht mehr im akzeptablen Verhältnis zum Aufwand. Durch kooperative Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten ist es mir möglich den aktuellen bauökologischen Fragen nachzugehen und den gewonnenen Erfahrungsschatz in Umbauprojekte einzubringen.